Glossar
Allokation:
Zuordnung bzw. Aufteilung von Erdgasmengen mehrerer Parteien an einem Ein- oder Ausspeisepunkt.
Ausspeiseanlage/Übergabeanlage:
Begriff für die Gas- Druckregel- und Messanlage am Ausspeisepunkt.
Ausspeisemenge:
Die von GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH am Ausspeisepunkt jeweils nach dem Transport an den Kunden übergebene Wärmemenge Erdgas in kWh.
Ausspeisepunkt:
Übergabestelle des Erdgases durch GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH an den Netzendkunden.
Betriebsdruck, maximaler:
Der höchste Innendruck, der aufgrund des Werkstoffes und der Berechnungsgrundlage bei der zulässigen Betriebstemperatur bei störungsfreiem Betrieb zulässig ist.
Bilanzmenge:
Positive oder negative Abweichung zwischen tatsächlicher Ausspeisung und vorab nominierter Leistung je Stunde.
Bilanzmengenkonto:
Erfassung der stündlichen positiven und negativen Differenzmengen in einem Monat.
Brennwert:
Diejenige Wärmemenge, ausgedrückt in kWh/m³, die bei konstantem Druck während der vollständigen Verbrennung eines Normkubikmeters trockenen Gases mit Luft frei wird, wenn die Verbrennungsprodukte auf die ursprüngliche Temperatur des Gases und der Luft von +25°C heruntergekühlt und auf den ursprünglichen Druck des Gases und der Luft von 1,01325 bar zurückgeführt werden und das bei der Verbrennung von freiem und/oder gebundenem Wasserstoff freigesetzte Wasser in flüssigem Zustand vorliegt.
DVGW-Regelwerk:
Gesamtheit der Technischen Regeln und der technischen Mitteilungen des Deutschen Vereins des Gas und Wasserfaches e.V. (DVGW). Neben den DVGW-Arbeitsblättern, den DVGW-Merkblättern und den DVGW-Hinweisen gehören dazu Technische Regeln anderer Organisationen, insbesondere DIN-Normen, die vom Normenausschuß Gastechnik (NAGas) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V. getragen werden. Die Anforderungen an die Gasbeschaffenheit werden insbesondere durch die Arbeitsblätter G260/I bzw. /II (Gasbeschaffenheit) sowie G 685 (Gasabrechnung) geregelt.
Weitere Infos finden Sie unter
DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.)
Einspeisemenge:
Die vom Transportkunden am Einspeisepunkt jeweils zum Transport übergebene Wärmemenge Erdgas in kWh.
Einspeisepunkt:
Übernahmestelle der zum Transport bestimmten Menge Erdgas durch
GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH.
Einspeiseanlage/Übernahmeanlage:
Begriff für die Gas- Druckregel- und Messanlage am Einspeisepunkt
Erdgas-Liefervertrag:
Regelt das Verhältnis zwischen Erdgaslieferanten und Erdgaskunden
Fernübertragungseinrichtung:
Anlage zur Fernübertragung von Abrechnungs- bzw. Betriebsdaten zur zentralen Auswertung
Fernwirkanlage:
Technische Einrichtung zur Überwachung und Steuerung der in den Aus- und Einspeiseanlagen befindlichen Anlagenkomponenten
Gasbeschaffenheit, Gasqualität:
Erdgas gehört der 2. Gasfamilie an und ist unterteilt in Erdgas der Gruppe E (Gruppe H) und der Gruppe LL (Gruppe L). Im Versorgungsgebiet der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich wird ausschließlich Erdgas LL verteilt. Die Anforderungen an Brenngase der öffentlichen Gasversorgung sind im DVGW-Arbeitsblatt G 260 festgelegt. Wesentliche Parameter der Gasqualität sind der Brennwert HS, n, der Wobbe-Index W, die relative Dichte d sowie der Anteil an verschiedenen Gasbegleitstoffen (z.B. Schwefel, Kohlendioxyd). DVGW-G 260 benennt für diese Parameter Nenn- und Richtwerte, die eingehalten werden müssen. Eine Anpassung (Konditionierung) bei abweichender Gasqualität des vom Transportkunden gelieferten Gases ist zurzeit durch die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH nicht möglich
Gas-Druckregel- und Messanlage:
Gas-Druckregel- und Messanlagen bestehen im wesentlichen aus Gas- Druckregelgeräten, Sicherheitseinrichtungen, Absperreinrichtungen, Überwachungseinrichtungen, Formstücken, Rohren und, falls erforderlich, Flüssigkeitsabscheidern, Staubabscheidern, Odoriereinrichtungen, Einrichtungen zur Verhinderung von Hydratbildung und Vereisung und Einrichtungen zur Messung des Gasflusses
Gleichzeitigkeitsfaktor, netzspezifisch:
Der netzspezifische Gleichzeitigkeitsfaktor ist das Verhältnis der tatsächlichen Höchstlast in einem Zeitraum zur Summe der individuellen Höchstlasten der einzelnen Abnehmer im gleichen Zeitraum. Der Gleichzeitigkeitsfaktor erfasst bei der Bestimmung der zu erwarteten Höchstlast in einem Versorgungsgebiet die Tatsache, dass die Spitzenlasten der einzelnen Abnehmer nicht gleichzeitig auftreten und ihre Summe in der Regel somit größer ist als die tatsächliche Spitzenlast, weil sich durch die zeitliche Durchmischung der Abnahmen einer Vielzahl von Kunden im Netz ihre individuellen, zeitungleichen Lastspitzen ausgleichen
Grundversorger:
Das Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet in der allgemeinen Versorgung beliefert
Konzessionsabgaben:
Konzessionsabgaben sind Entgelte für die Einräumung des Rechts zur unmittelbaren Versorgung von Letztverbrauchern mit Strom und Gas im Gemeindegebiet mittels Benutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen
Kopplungspunkt:
Schnittstellen zwischen zwei Netzen. Ein Kopplungspunkt kann eine Übernahme- oder Übergabestelle sein. Aus der Sicht der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH übergibt der Transportkunde Gas an einem 1. Kopplungspunkt an die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH. Die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH übergibt die transportierte Gasmenge am 2. Kopplungspunkt an den Netzkunden
Kunde:
Eine natürliche oder juristische Person, die auf vertraglicher Basis Leistungen der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH in Anspruch nimmt. Zu unterscheiden sind der Transportkunde, der Gas über das Netz der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH liefert und der Netzendkunde, der das gelieferte Gas aus dem Netz der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH entnimmt
Leistungsmess- und -registriergerät:
Messgerät für die Messung und Registrierung der transportierten Stundenleistung
Nämlichkeit:
Dingliche Identität des eingespeisten, transportierten und ausgespeisten Gases. Sie kann nicht gewährleistet werden
Mengenumwerter:
Zusatzeinrichtung zu einem Gaszähler, die den gemessenen Volumenstrom vom Betriebszustand in den Normzustand umrechnet
Messdatenerfassungs- und registriergerät (MRG)
Technische Einrichtung, welche die vom Zähler bzw. dem dazu gehörenden Mengenumwerter übertragenen Daten erfasst und speichert. Die Daten können dann über eine Fernübertragungseinrichtung weitergeleitet werden
Netz:
Alle Einrichtungen von Gasübernahmestationen und Verteilernetzen, die der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH gehören oder von ihr für den Transport von Gas betrieben werden
Netzanschlusspunkt:
Stelle der Ausspeisung transportierter Erdgasmengen zum Endverbraucher. Der Netzanschlusspunkt ist der letzte Kopplungspunkt in der Transportkette. Hier entnimmt der Netzendkunde das gelieferte Gas
Netzanschlussvertrag:
Der Netzanschlussvertrag wird zwischen Netzbetreiber des unmittelbar vorgelagerten Netzes und dem Anschlussnehmer geschlossen, auf dessen Grund und Boden der Netzanschluss errichtet wird
Netzkundenvertrag:
Sind Anschlussnehmer und Kunde nicht personenidentisch (z.B. bei Miet- oder Pachtverhältnissen) ist ergänzend zum Netzanschlussvertrag ein Netzendkundenvertrag zwischen dem Netzendkunden und dem Betreiber des unmittelbar vorgelagerten Netzes abzuschließen.
Netzbetreiber:
GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH, die das Gasnetz im Sinne dieser Vereinbarung gehört und/oder die ein solches betreibt
Netzzugang:
Übergabe von Erdgas mit der entsprechenden Qualität durch den Transportkunden an einem Einspeisepunkt und damit verbunden die zeitgleiche und wärmeäquivalente Übernahme des Netzendkunden an einem nachgeschalteten Ausspeisepunkt
Nominierung:
Die für einen bestimmten Zeitraum vom Kunden vorab anzumeldende Transportmenge/-leistung in kWh/h
Normkubikmeter:
Auf den Normzustand umgerechnetes Betriebsvolumen eines Gases
Normzustand:
Damit Gase komprimiert werden können, ist es notwendig einen Normzustand zu definieren. Der physikalische Normzustand wurde auf einen absoluten Bezugsdruck von 1,01325 bar und eine Temperatur von 0° C festgelegt. Erdgasmengen werden bei vorhandenen Drücken und Temperaturen im Betriebszustand gemessen und auf den Normzustand umgerechnet. Hierdurch werden die gemessenen Mengen normiert und sind untereinander vergleichbar
Odorierung:
Beimischung flüssiger, typisch riechender Odormittel zum Erdgas zum Zwecke der Indikation von Undichtheiten im Leitungssystem, vor allem in Hausinnenleitungen
Registrierende Lastgangsmessung (RLM):
Letztverbraucher mit einer jährlichen Entnahme von mindestens 1,5 Millionen kWh und mindestens einer Leistung von 500 kWh pro Stunde werden mit einer registrierenden Lastgangsmessung ausgestattet.
Die Daten werden dem Transportkunden in maschinenlesbarer Form zu Verfügung gestellt
Standardlastprofile (synthetisch):
Lastprofile dienen dazu, eine Abbildung des Tagesgasverbrauchs in Abhängigkeit der Tagestemperatur für eine große Anzahl von Kunden mit wenigen notwendigen und leicht erreichbaren Parametern zu ermöglichen. Je größer die Kundenzahl im berechneten Kollektiv ist, umso genauer lässt sich das Gesamtverbrauchsverhalten der Kunden berechnen
Stundenleistung:
Die in der jeweiligen Stunde des Tages transportierte Gasmenge. [mN³/h]
Transportkapazität in kWh/h:
Die höchste vom Kunden nutzbare und von GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH vorzuhaltende Stundenleistung in kWh/h innerhalb der jeweiligen Vertragslaufzeit
Transportvertrag:
Regelt das jeweilige Verhältnis zwischen dem Netzbetreiber und dem Transportkunden bezüglich des Netzzugangs zum Verteilungs- beziehungsweise Transportnetz
Übergabestelle:
Der Kopplungspunkt, an dem die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH eine Erdgasmenge an den Netzkunden übergibt und der Netzendkunde eine Erdgasmenge von der GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH übernimmt
Übernahmestelle:
Der Kopplungspunkt, an dem die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH das zum Transport anstehende Gas übernimmt und an dem der Transportkunde eine Erdgasmenge an die GWG Netzgesellschaft Grevenbroich GmbH übergibt
Verteilungsnetz/Verteilnetz:
Das Verteilnetz umfasst bei GWG Leitungssysteme, die sich ausschließlich innerhalb der Gemeindegrenzen ausdehnen und deren maximal möglicher Betriebsdruck in der Regel kleiner 5 bar ist
Wärmemenge:
Die Wärmemenge eines Gasstromes ist ein Maß für seinen brenntechnischen Energieinhalt. Der Wärmestrom in kWh/h errechnet sich als Produkt aus Durchfluss im Normzustand in m³ (Vn)/h und Brennwert in kWh/hm³ (Vn) im Normzustand
Zeitgleiche und wärmeäquivalente Übernahme/Übergabe:
Bei zeitgleicher und wärmeäquivalenter Übernahme/Übergabe übernimmt der Kunde am Ausspeisepunkt simultan die Wärmemenge, die er am Einspeisepunkt übergeben hat. Die Nämlichkeit des ein- und ausgespeisten Gases muss hierbei nicht gewahrt werden
